World Touring Car Championship 2007

Farfus allein an der Spitze

Zandvoort - 28.000 niederländische Motorsportfans trotzten der Kälte und dem Wind der Nordsee und erlebten das erste FIA World Touring Car Championship-Rennen in Zandvoort. Nach der BMW-Demonstration in Brasilien stand das zweite Rennen der Saison unter der Flagge von Chevrolet und SEAT, die sich die Siege in zwei sehr engen Rennen sicherten. Platz zwei im zweiten Lauf reichte dem Brasilianer Augusto Farfus, um die alleinige Tabellenführung zu übernehmen. "Es gab viele Möglichkeiten, Tarquini zu überholen, denn ich war der schnellere Mann. Ich habe mich entschieden, bis kurz vor Ende abzuwarten - auch um zu sehen, ob seine Reifen halten - aber die Chance kam nicht wieder und so musste ich mich mit Platz zwei begnügen. Die Führung in der Gesamtwertung ist sehr schön, aber es bedeutet auch, dass ich in Valencia viel Gewicht mitnehmen muss. Aber da musst du durch, damit muss jeder Pilot hier zurechtkommen.

Im ersten Durchgang verteidigte Alain Menu seine Pole Position und sicherte Chevrolet den ersten Sieg. Der Schweizer feierte dabei einen Start-Ziel-Sieg. "Das erste Rennen hätte nicht besser laufen können, es war einfach ein Traum", berichtete der Schweizer hinterher. "Ich habe daran geglaubt, einen Podiumsplatz einfahren zu können aber wir wussten nicht, wie die Reifen sich im Rennen verhalten würden. Am Ende hat aber alles gepasst und ich glaube, den Grundstein für den Erfolg haben wir in einem sehr guten Qualifying gelegt." Sein Teamkollege Nicola Larini komplettierte den Triumph mit seinem zweiten Platz. Das war der erste Doppelsieg für Chevrolet seit 2005.

SEAT glänzte durch den Sieg von Gabriele Tarquini im zweiten Lauf. Der Italiener überstand ein kurzes Gerangel mit Andy Priaulx und übernahm die Spitze des Feldes. Auf Grund dessen entging er den Attacken von Augusto Farfus und Jörg Müller. "Der Sieg im zweiten Rennen ist nach den Schwierigkeiten im Qualifying um so wertvoller. Wir haben an den Bremsen ein paar Dinge geändert und der Wagen lief sehr gut. Ich hatte schon einen tollen ersten Lauf, wo ich mich vom 13. auf den siebten Platz verbessern konnte, Punkte gesammelt habe und in die erste Startreihe für das zweite Rennen gefahren bin."

Obwohl Farfus und Müller den Sieg verpassten, führen Sie die Fahrerwertung an. Der Brasilianer führt sechs Punkte vor dem Deutschen. Tarquini und Priaulx teilen sich den dritten Rang, Larini liegt auf Platz fünf. Luca Rangoni von Proteam Motorsport holte sich zwei Siege in der Privatfahrer-Wertung und führt damit die Einzelwertung an. Roberto Colciago und Pierre-Yves Corthals klebten ihm in den Niederlanden aber dicht auf den Fersen.
(Text: FIA WTCC Press Office - www.fiawtcc.de)

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